FRAGEN?

Wohlbefinden aus dem Eisloch 

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Foto: Jasmine Rahkonen

Die Wassertemperatur beträgt zwei Grad über Null und draußen herrscht Frost. Jedes Mal, wenn ich zur Umkleide beim Eisloch gehe, denke ich: Warum in aller Welt will ich das machen? Jedes Mal, wenn ich am Rand des Eislochs stehe und das kalte Wasser betrachte, sage ich zu mir, wie verrückt es doch ist, da reinzugehen. Aber dann - wie kann ein Gefühl nur so von einem Extrem ins andere wechseln - sofort nach dem kurzen Schwimmen hat man solch eine euphorische Stimmung, dass man es sich nicht vorstellen kann, bevor man es nicht selber ausprobiert hat. Und dieses vom kalten Wasser bekommene Gefühl des Wohlbefindens ist dermaßen angenehm, dass man es nicht mehr missen möchte!

Ich war erst 16 Jahre alt, als ich mit meiner Mutter zum Eislochschwimmen ging, und ich erinnere mich, wie es mir bei diesem ersten Mal im kalten Wasser den Atem verschlug. Ich bin aber jedes Mal wieder mitgegangen und freute mich auf dieses Gefühl des Wohlbefindens. Und auch jetzt nach zwanzig Jahren suche ich im Eisloch dieses gleiche Gefühl, bei Wind und Wetter.

Eislochschwimmen liegt zurzeit auch bei Jüngeren voll im Trend, besonders wegen der gesundheitsfördernden Wirkung. Aber wie wirkt das Eislochschwimmen denn in unserem Körper? Es gibt einen kräftigen Adrenalinstoß und viel Energie für den Tag nach dem Eislochschwimmen. Die anregende Wirkung beruht auf dem durch Kälte erzeugten Hormonausstoß, denn der Ausstoß von Stresshormonen nimmt bei großen Temperaturschwankungen zu. Eislochschwimmen verbessert auch den Blutkreislauf und den Stoffwechsel im Gewebe, verlangsamt die Alterung der Zellen und hält die Geschmeidigkeit der Haut aufrecht. Außerdem sinkt der Blutdruck bei regelmäßigem Eislochschwimmen beträchtlich.

Im Folgenden gebe ich ein paar Tipps für zukünftige Eislochschwimmer, damit die Erfahrung möglichst angenehm und auch für den Körper positiv wäre. Man sollte nicht direkt nach der Sauna ins Eislochschwimmen gehen, denn der große Temperaturunterschied ist für den Körper zu schroff und bedeutet eine große Belastung für das Herz. Nach der Sauna sollte der Körper also erst einige Minuten abkühlen, bevor man ins kalte Wasser steigt. Ich selbst gehe am liebsten ohne Sauna ins Eisloch. Zum Schwimmengehen reichen Badekleidung und Handtuch. Weiter benutze ich auch Badeschuhe und –handschuhe, um die leicht frierenden Finger und Zehen zu schützen. Ich setze auch immer eine warme Mütze auf, denn beim Eislochschwimmen sollte man nicht tauchen.

In der Region Jyväskylä gibt es zahlreiche Plätze, wo man Eislochschwimmen ausprobieren kann. Der Eislochschwimmverein der Region Jyväskylä e.V. unterhält in Jyväskylä fünf Eislöcher: in Köhniö, Tikka, am Tuomiojärvi-See und in Vaajakoski und Palokka. An allen Plätzen gibt es beheizte Umkleideräume für Frauen wie für Männer. Meine Lieblingsplätze sind die Eislöcher am Tuomiojärvi-See und in Köhniö, sie liegen nahe am Stadtzentrum und sind leicht mit dem Auto zu erreichen.

Im Büro des Eislochschwimmvereins gibt es für eine Woche ein Schnupperangebot zum Kennenlernen für zwanzig Euro. Mit der Schlüsselkarte kann man dann eine Woche lang unbegrenzt die Eislöcher am Tuomiojärvi-See, in Vaajakoski und Köhniö ausprobieren. Wenn man sich allein noch nicht traut, den Nutzen des kalten Wassers zu erfahren, dann bietet der Verein für alle Interessenten auch eine Einführung ins Eislochschwimmen an.

Das Schwimmen im Eisloch ist viel mehr als nur gesundes Verrücktsein. Es erweitert die eigene Komfortzone – bei dieser Übung sogar ziemlich drastisch. Nach dem ersten Mal handelt es sich um das Gefühl des Wohlbefindens, das man im Eisloch bekommt. Man fordert sich heraus und fühlt sich hinterher frisch, voller Energie und wie neugeboren. Es gibt Plätze, wo man auch seine Sorgen lassen kann, und Eislochschwimmen ist denn auch eine hervorragende Art, Stress effektiv abzubauen und den Kopf für einen Augenblick von allem unnützen Ballast zu befreien!

Autor: Jasmine Rahkonen 

Hallo! Ich bin Jasmine Rahkonen, Wellness-Unternehmerin aus Muurame, deren Wochen mit der Arbeit als Gymnastik-Trainerin, als Personal Trainerin sowie als Masseurin angefüllt sind. Als Gegengewicht gegen diese angenehme und vielseitige Arbeit mit den KundenInnen gehe ich gern mit meinem Hund oder Pferd in den Wald und in die Natur, um Ruhe zu suchen. Das Leben ist hier und jetzt, ich ergreife also oft den Augenblick, und nach meiner Meinung wird das Leben dadurch erfüllt und interessant.

 

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